Auch die Details zählen: Umlaut-Punkte werden einzeln geprägt.
Ein Architekturbüro aus dem Kanton Bern wollte seiner Kundschaft dieses Jahr etwas schenken, das nicht nach den Festtagen in einer Schublade verschwindet. Daraus wurden 120 tannengrüne Lederhüllen für A5-Notizhefte, jede einzeln mit einem Kundennamen geprägt.
Der Auftrag
Die Vorgabe war klar: ein Geschenk, das im Alltag gebraucht wird und zu einem Büro passt, das mit Material und Gestaltung arbeitet. Ein Notizheft liegt bei Architektinnen und Architekten ohnehin auf dem Tisch. Die Lederhülle macht daraus ein Objekt, das man behält.
Das Leder
Für die Hüllen haben wir ein tannengrünes Rindsleder gewählt, pflanzlich gegerbt, aus Häuten von Tieren aus biologischer und biodynamischer Landwirtschaft. Der Farbton passt zur Jahreszeit, ohne weihnachtlich verkleidet zu wirken.
Pflanzlich gegerbtes Leder verändert sich mit dem Gebrauch. Es dunkelt nach, nimmt Spuren auf und wird mit den Jahren weicher. Jede Hülle sieht deshalb nach einiger Zeit ein wenig anders aus, je nachdem, wie sie benutzt wird.
Jede Hülle ein Unikat
Statt eines Logos trägt jede Hülle einen Kundennamen des Büros. Dafür setzen wir die Messingbuchstaben von Hand, Name für Name, und prägen sie mit Wärme und Druck ins Leder.
Wir haben uns für eine Blindprägung entschieden, also ohne Farbe und ohne Folie. Die Schrift entsteht nur durch die Vertiefung im Leder und die leichte Abdunklung durch die Wärme. Das wirkt zurückhaltend und hält, solange das Leder hält.
Bei 120 Stück heisst das 120 einzeln gesetzte Namen. Das braucht Zeit, aber genau das macht den Unterschied zu einem Massengeschenk.
Eine Hülle, viele Hefte
In den Hüllen stecken A5-Notizhefte von edition e: 64 blanke Seiten, im Bund genäht, mit einem Umschlag aus Munkenpapier in fein kariertem Muster. Blanke Seiten eignen sich für Skizzen genauso wie für Notizen, für ein Architekturbüro eine naheliegende Wahl.
Ist ein Heft voll, wird es ersetzt, die Hülle bleibt. Sie bietet Platz für mindestens zwei Notizhefte, je nach Stärke auch für mehr, oder für eine A5-Agenda. So wächst die Hülle mit und wird über Jahre gebraucht.
Jeder Name wird von Hand gesetzt, Buchstabe für Buchstabe aus Messing.
Lederprodukte statt Give-aways
Viele Firmengeschenke werden kaum benutzt. Eine Lederhülle, die immer wieder neu befüllt wird, liegt dagegen über Jahre auf dem Tisch und erinnert an die Person oder das Unternehmen, von dem sie stammt. Und wer wissen will, woher das Leder kommt, bekommt eine Antwort: Die Häute lassen sich bis zum Hof zurückverfolgen.
Solche Projekte begleiten wir von der Entwicklung über die Wahl des Leders bis zur fertigen Umsetzung, auch in kleinen Stückzahlen und ohne Mindestmenge.
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