UNSERE ROHMATERIALIEN
Gute Materialien beginnen mit guter Landwirtschaft.
Für uns beginnt Leder nicht in der Gerberei, sondern auf der Weide. Die Art, wie Tiere gehalten werden und wie Landwirtschaft betrieben wird, prägt weit mehr als die Qualität einer Haut. Sie beeinflusst Böden, Gewässer, Biodiversität, Landschaften und letztlich die Zukunft unserer Ernährung.
Deshalb wählen wir unsere Rohmaterialien nicht nach Verfügbarkeit oder Preis aus, sondern nach ihrer Herkunft. Wir arbeiten ausschliesslich mit Schweizer Betrieben zusammen, die unsere Werte teilen und Verantwortung für Tiere, Natur und kommende Generationen übernehmen.
Dabei verstehen wir Leder nicht als Selbstzweck, sondern als Teil eines Kreislaufs: Solange Tiere für die Lebensmittelproduktion gehalten werden, fallen Häute an – ein hochwertiges Nebenprodukt, das kein Abfall sein sollte. Diese ungenutzt zu lassen, während gleichzeitig neue Materialien aus fossilen Rohstoffen hergestellt werden, erscheint uns weder ökologisch noch wirtschaftlich sinnvoll. Unser Ziel ist es, vorhandene Ressourcen möglichst vollständig und wertschätzend zu nutzen.
UNSERE ANFORDERUNGEN
Herkunft und Haltung sind nicht verhandelbar.
Unsere Rohmaterialien stammen ausschliesslich von Schweizer Mutterkuh-Betrieben. Für eine natürliche Herdenstruktur, in der Kälber bei ihren Müttern aufwachsen und Tiere Zugang zu Weide und Bewegung haben. Bei der Bewirtschaftung setzen wir auf Betriebe, die entweder Bio Suisse- oder Demeter-zertifiziert sind, oder die auch ohne Zertifikat nachweislich regenerativ wirtschaften. Alle drei Wege verfolgen dasselbe Ziel: Böden, Wasser und Biodiversität langfristig zu stärken.
Auf Anfrage legen wir Nachweise zu Herkunft, Haltung und Bewirtschaftung offen.
01. Herkunft
Alle unsere Rohmaterialien stammen aus der Schweiz.
02. Tierhaltung
Unsere Häute stammen ausschliesslich aus Mutterkuhhaltung.
03. Bewirtschaftung
Der Betrieb ist Bio Suisse zertifiziert, arbeitet nach Demeter oder wirtschaftet regenerativ – auch ohne Zertifikat.
01. HERKUNFT
Alles aus der Schweiz
Alle unsere Rohmaterialien stammen aus der Schweiz. Kurze Transportwege, hohe gesetzliche Anforderungen und die enge Zusammenarbeit mit landwirtschaftlichen Betrieben schaffen Transparenz entlang der gesamten Wertschöpfungskette.
Gleichzeitig bleibt die Wertschöpfung dort, wo sie entsteht – in den Regionen, in denen die Tiere gelebt haben und die Menschen täglich Verantwortung für ihre Landwirtschaft übernehmen.
02. TIERE UND TIERHALTUNG
Ein Leben, wie es sein soll
Rinder, Schafe und Ziegen können etwas, das wir Menschen nicht können: Sie verwandeln Gras in hochwertige Lebensmittel. Gerade in der Schweiz besteht ein grosser Teil der landwirtschaftlichen Nutzfläche aus Wiesen und Weiden, die sich nicht für den Ackerbau eignen. Wiederkäuer nutzen diese Flächen sinnvoll und erhalten gleichzeitig unsere Kulturlandschaften.
Für uns gilt dabei ein zentraler Grundsatz: feed no food. Wiederkäuer sollten vor allem das verwerten, was für Menschen nicht direkt essbar ist, insbesondere Gras, Heu und andere pflanzliche Biomasse, und stehen so nicht in Konkurrenz zur menschlichen Ernährung. Genauso entscheidend wie diese Rolle ist für uns, wie die Tiere gehalten werden. Unsere Rinderhäute stammen ausschliesslich aus Mutterkuhhaltung – eine Haltungsform, die eine natürliche Herdenstruktur ermöglicht, in der Kälber gemeinsam mit ihren Müttern aufwachsen und Zugang zu Bewegung und Weideflächen haben.
03. BEWIRTSCHAFTUNG
Bio Suisse, Demeter, regenerativ: Drei Wege, ein Ziel
Von Bio Suisse über Demeter bis zu regenerativen Praktiken: Jeder Ansatz hat seine eigene Logik, und alle verfolgen ein gemeinsames Ziel. Sie unterscheiden sich in ihren Richtlinien: Landwirtschaft so zu gestalten, dass Boden, Wasser, Biodiversität und natürliche Kreisläufe langfristig gestärkt werden.
Bio Suisse
Bio Suisse gehört zu den strengsten Landwirtschaftsstandards weltweit.
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Nicht jedes Bio-Label bedeutet dasselbe. Bio Suisse gehört zu den strengsten Landwirtschaftsstandards weltweit und geht in vielen Bereichen deutlich über die Anforderungen der EU-Bioverordnung oder anderer internationaler Bio-Standards hinaus.
Besonders wichtig ist für uns die standortgerechte Tierhaltung. Wiederkäuer werden überwiegend mit Gras, Heu und Silage gefüttert; Futter, das auf Schweizer Wiesen wächst und nicht in Konkurrenz zur menschlichen Ernährung steht. Kraftfutter ist stark begrenzt (maximal 5%). Gleichzeitig gelten hohe Anforderungen an Biodiversität, Pflanzenschutz, Tierhaltung und geschlossene Nährstoffkreisläufe. Diese Grundsätze fördern gesunde Böden, vielfältige Landschaften und eine Landwirtschaft, die langfristig tragfähig bleibt.
Demeter
Die biodynamische Landwirtschaft versteht den Hof als lebendiges Ganzes.
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Boden, Pflanzen, Tiere und Menschen stehen in Beziehung zueinander und bilden einen natürlichen Kreislauf. Während Bio Suisse klare ökologische und tierwohlbezogene Standards definiert, geht Demeter einen Schritt weiter und betrachtet den gesamten Hof als zusammenhängendes System. Ziel ist nicht nur, Ressourcen zu schonen, sondern die natürliche Fruchtbarkeit und Widerstandsfähigkeit des Betriebs langfristig aufzubauen.
Besonders wichtig sind geschlossene Kreisläufe, ein hoher Anteil hofeigener Futtermittel, der Aufbau lebendiger Böden und der bewusste Umgang mit natürlichen Prozessen. Tiere sind dabei ein zentraler Bestandteil des Hofsystems und tragen zur Erhaltung der Bodenfruchtbarkeit bei. Demeter steht damit für eine Landwirtschaft, die nicht nur nachhaltig wirtschaftet, sondern aktiv zur Gesundheit des gesamten Ökosystems beiträgt.
Regenerative Landwirtschaft
Kein Label, sondern ein Ansatz, der Böden, Wasser und Artenvielfalt aktiv stärkt.
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Regenerative Landwirtschaft ist kein Label und keine Zertifizierung. Sie beschreibt vielmehr einen Ansatz, der Landwirtschaft als Teil lebendiger Ökosysteme versteht. Der zentrale Gedanke lautet: Wie kann Landwirtschaft nicht nur weniger Schaden verursachen, sondern aktiv dazu beitragen, Boden, Wasser, Biodiversität und natürliche Kreisläufe wieder zu stärken?
Ein Grossteil der Schweizer Bio-Betriebe arbeitet bereits mit Bewirtschaftungsweisen, die regenerative Wirkung entfalten können. Dazu gehören beispielsweise der Aufbau gesunder und lebendiger Böden, die Förderung der Artenvielfalt, der Schutz von Wasser- und Nährstoffkreisläufen sowie eine standortangepasste Bewirtschaftung.
Regeneration bedeutet für uns deshalb mehr als nur Kohlenstoff im Boden zu speichern. Ein gesunder Boden speichert Wasser, ernährt Pflanzen, bietet Lebensraum für Milliarden von Mikroorganismen und bildet die Grundlage für widerstandsfähige Ökosysteme. Bodenfruchtbarkeit, Biodiversität, Wasserhaushalt, Tierwohl und regionale Kreisläufe müssen immer gemeinsam betrachtet werden.
Dazu gehören beispielsweise:
der Aufbau gesunder und lebendiger Böden
vielfältige Pflanzenbestände
die Förderung der Artenvielfalt
standortangepasste Weidesysteme
möglichst geschlossene Nährstoffkreisläufe
eine bessere Wasserspeicherung und ein stabiler Wasserkreislauf
Regenerative Landwirtschaft lässt sich deshalb nicht einfach in eine einheitliche Checkliste oder ein Zertifikat übersetzen. Jeder Hof ist anders: Klima, Boden, Topografie und Tierbestand unterscheiden sich – genauso wie die passenden Lösungen. Was in den Alpen sinnvoll ist, funktioniert nicht automatisch im Mittelland oder im Jura.
Für uns ist regenerativ kein Gegensatz zu Bio oder Demeter. Viele Prinzipien überschneiden sich. Der Fokus liegt jedoch immer darauf, die natürlichen Systeme, von denen Landwirtschaft lebt, langfristig zu stärken und ihre Fähigkeit zur Erneuerung zu fördern.
UNSERE GRENZEN
Was wir ausschliessen
Nicht jede Form der Tierhaltung entspricht unseren Anforderungen. Wir beziehen keine Rohmaterialien aus industrieller Massentierhaltung oder aus Systemen, die nicht mit unseren Vorstellungen von Tierwohl, natürlichen Kreisläufen und einer zukunftsfähigen Landwirtschaft vereinbar sind.
Die Schweizer Landwirtschaft steht gleichzeitig vor grossen Herausforderungen und befindet sich im Wandel. Besonders in der Milchviehhaltung gibt es unterschiedliche Systeme, die nicht alle unseren Vorstellungen entsprechen. Deshalb arbeiten wir ausschliesslich mit Betrieben, die auf Mutterkuhhaltung setzen und ihre Tierhaltung an natürlichen Kreisläufen, Tierwohl und langfristiger Bodengesundheit ausrichten.
UNSER ANSPRUCH
Nachhaltige Landwirtschaft ist kein Zustand, den man einmal erreicht.
Sie entwickelt sich ständig weiter: durch neue Erkenntnisse, den Austausch mit Landwirtinnen und Landwirten und den verantwortungsvollen Umgang mit den natürlichen Gegebenheiten jedes einzelnen Standorts. Auch wir lernen kontinuierlich dazu.
Unsere Kriterien verstehen wir deshalb nicht als starres Regelwerk, sondern als Ausdruck einer klaren Haltung: Wir möchten Materialien schaffen, die ihren Ursprung respektieren – vom Boden über das Tier bis zum fertigen Produkt.
